Dienstag, 11. September 2012

Gut taucht es sich doch nur in der eigenen Kultur

Heute hatte ich das Glück, nicht nur zu erfahren wie "school spirit" aussieht, sondern ihn auch zu erleben.
Ich musste schick zur Schule. Da wir nachmittags wieder einen Wettkampf hatten, wollten unsere Kapitäne, dass wir uns hübsch und gut fühlen. Daher hatten sie entschieden, dass wir alle im Unterricht Kleider tragen sollten.
Es ist immer wieder beeindruckend zu erleben, dass die ganze Mannschaft mitzieht. Auch die, die wegen Verletzungen nicht antreten können. Die ziehen sich sogar später freiwillig auch ihre Sportkleidung an – zur moralischen Unterstützung des Teams. Jeder normale Schüler in Deutschland würde sich freuen, nicht so viele Klamotten mit sich rumschleppen zu müssen und diese als Verletzter hocherfreut daheim lassen.
Eine anderes Erlebnis war jedoch noch beeindruckender:
Da geht man für ein Jahr nach Amerika, um Kulturtaucher zu sein, und wird doch wieder von der eigenen eingeholt. Heute wurde ich nämlich darüber informiert, dass es sowohl in Ost- als auch Süddeutschland gang und gäbe sei, zum Baden seine Badewanne nicht mit warmem Wasser, sondern mit erhitztem Bier zu füllen.
Nach dieser Offenbarung stellt sich für mich (die ich noch nie in Bier gebadet habe) die Frage: Bin ich überhaupt für dieses Austauschjahr geeignet? Sollte man nicht erst seine eigenen Rituale kennen, bevor man versucht andere zu verstehen?

Kommentare:

  1. Liebe Celine, na da weiss ich ja plötzlich, warum ich in Frankreich lebe. Ich habe noch nie Bier gemocht und bade lieber in Champagner!

    Schreib "uns" weiter!

    Dunja

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  2. Ja das hat den Vorteil, dass man sich die Badekugel spart. Probier ich auch mal wenn ich zurueck bin!

    Werde ich auf jedenfall machen!

    Celine

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